Gruppenstudieren

Wieder mal Gruppenarbeit. Er will uns mehr zum Arbeiten bringen, sagt der Dozent. Als ob es nicht arbeit genug wäre, um 8 Uhr zu einem Seminar zu erscheinen. Er sollte froh sein, dass überhaupt wer kommt. Und nicht den letzten Rest vergraulen.

Natürlich zog sich die „in der ersten Hälfte abschließen“ Gruppenarbeit über das ganze Seminar; dazu durften wir noch rumlaufen, Sachen an die Wand kleben und alle davor stehen und staunen. Mit dem großartigen Ergebnis, dass der Rest von meinem Kaffee an meinem Sitzplatz (mit Lehne) langsam in seinem Becher vor sich hin erkaltete. Was hat „Gruppenarbeit“ überhaupt mit „Studieren“ zu tun?

Kundenbindung geht anders!

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Raumkrise um 2011

Die Prozedur zur Anmeldung in Seminare im Fachbereich Germanistik folgt einem festen Standard. Auf ein Seminar, ausgewiesen mit ca. 50 Plätzen, kommen über das VSPL System (Software uA zur Kursanmeldung) 200 Studenten. Dann gibt es ein Losverfahren, eine Vorklausur in einem Einführungsseminar oder sonstige geistreiche Auswahlkriterien. Demzufolge meldet sich der normale Student, der nicht Gefahr laufen will seinen letzten Kurs vor dem Abschluss nicht zu bekommen, bei zahlreichen Veranstaltungen an, in der Hoffnung, wenigstens einmal Losglück zu haben.

Dann gibt es noch Seminare, zu denen sich 200 anmelden aber das Auswahlverfahren nicht gestartet wurde. Heißt: am Tag der ersten Sitzung haben alle Angemeldeten noch den Status „Warteschlange“,  was nichts anderes bedeutet als um die 100 anwesenden Studenten in dem 50 Plätze Seminar. Besonders lustig ist es dann, wenn der Raum für das Seminar, (wir erinnern uns – 50 Plätze), nur 30 Stühle hat. So geschehen im Seminar „Sprachkrise um 1900“. Die Idee für die Überschrift dieses Blogeintrags kam mir, als ich vor besagtem Raum auf dem Flur stand. Der Dozent hatte sogar schon nach einem anderen Raum gefragt, aber für ein 50 Plätze Seminar mit 60 anwesenden Studenten stand wohl nur ein 30 Stühle Raum zur verfügung. Ich will es so ausdrücken: die Vorbesprechung war recht kuschelig. Er will nun aber nochmal nachfragen. Immerhin lasse ich ja noch Studiengebühren bezahlen!

Der erste Tag im neuen Semester.

Wie kann das neue Semester besser beginnen als mit einer Kinderinvasion am Bahnhof? Eine ganze Grundschulklasse auf dem Weg ins Deutsche Bergbau Museum. Es handelte sich um ca. 30 Kinder, ein Blinder hätte vermutlich 300 getippt. Die beiden Fachkräfte taten mir fast ein bisschen Leid, wie sie etwas von „leider bitte“ murmelten. Aber natürlich kann man aus sowas auch Vorteile ziehen: Keine U-Bahn kann abfahren, während Kinder die Tür blockieren. Ich konnte also ganz entspannt die Treppen runtergehen und hab die Bahn bekommen.

 

Natürlich bin ich in einen anderen Wagon eingestiegen

 

Am Ort des Wissens selbst angekommen, durfte ich auch noch direkt Zeuge einer neuen Begrüßungsform werden:

A sieht B und läuft auf sie zu. *tick tick Schulter*. B sieht A. 4 Stöpsel werden aus der (zum Glück!) selben Anzahl Ohren gezogen. Und schon ist großes „Hallo!“ angesagt.

Leider habe ich, wie 60 ander Studenten, das Seminar „Verteilungsgerechtigkeit nicht bekommen. Was zur Folge hat, dass ich das Gold in unserer Gildenbank weiterhin für mich behalten muss.

Leider war das Seminar nur für 40 Personen, 100 waren im Raum. 11 der 40 zugelassenen waren allerdings nicht anwesend- deren Plätze sind weg und werden nun nochmal durch Losverfahren verteilt. Ich bin gespannt.

 

Dienstag

Der Dienstagmorgen startete großartig: Sandi hat mein zweites Schiff zerstört. Macht aber nichts, ich habe noch ein paar diabolische Pläne in der Hinterhand. Uni war grandios. Seminar fängt mit dem spannenden Vortrag eines Stundenprotokolls der letzten Woche an. Super. Danach Referat, 80% Biographie, 10% Inhalt, 10% Pausen. Dabei könnte Deutschlandmythen doch ein so interessantes Seminar sein. Mal abwarten, was passiert wenn wir die „Basics“ durch haben. Kleine Anekdote: Kommilitonin kommt etwas zu spät und steht recht lang in der Tür, vermutlich auf Sitzplatzsuche. „Na, haben sie ihre Inspektion gleich mal beendet?“

Rest des Tages war nix. Wie angedeutet, ist mir Uni gesundheitlich noch nicht so gut bekommen. Vermutlich lag das auch an der nassen Kälte auf Hin- und Rückweg. Wieder mal Tee und Decke angesagt. Und ein wenig Zeit gehabt für ein tolles Online-Begleitseminar zu meinem Geographen Kurs. Mit lustigen Fragen betreffend Wetterentwicklung nach Morgenröte und Himmelsrichtung mit einer analogen Armbanduhr bestimmen. (Das ist das Dingen mit den Zeigern, die Ąlteren werden sich erinnern.)

Bin dann Mittwoch auch zu Hause geblieben.

Montag

Es war eine zerstückelte Nachtruhe, gelegentlich (100-200 mal) unterbrochen von ein wenig Husten. Ein Arztbesuch war so langsam wohl doch angebracht. Vorher startete ich mit Sand meine erste richtige Skrupelrunde. Und Sand zerstörte mein erstes jemals bei Skrupel gebautes Kampfschiff. Der Schmerz konnte jedoch gelindert werden, als meine wunderbare Freundin mir Kaffee an den Schreibtisch brachte. Mein Auto hat erst Ende des Monats seinen Arzttermin. Ich sofort. Zur Umgehung dieser temporalen Problematik nahm ich also den Bus. Kann auch sehr unterhaltend sein, vor allem wenn ältere Leute zusteigen und sich begrüßen. „Waltraud!“ „Hallo Ingetraud, gar nicht gesehen.“ „Du wer ist denn da gestorben in der Schreberlaube?“ Jaja, die „wie geht´s“ – Frage wurde vermutlich langweilig.

Über die Wartezeit beim Arzt kann ich nur wenig berichten. Er spielt mit meinem Vater zusammen Basketball (hab auch schonmal mitgespielt), außerdem bin ich Privatpatient.

Bei der recht kurzen Untersuchung fiel dann mein WoW T-Shirt auf, welches ich zufällig an hatte. So kamen wir auf WoW, was er auch seit Release spielt. Hauptsächlich angefangen in einer 5er Gruppe, die den Kontakt untereinander halten wollte, nachdem man beruflich deutschlandweit voneinander weggezogen ist.  Keine schlechte Idee eigentlich.

Leider ist er kein aktiver Raider, nen Arzt als Heiler im 10er wäre es gewesen 😉

Wieder zu Hause und mit den verschriebenen Drogen präpariert habe ich mich mit Sam erstmal bei einer Folge Supernatural entspannt. Passend dazu gab es Döner aus der neuen Dönerbrude um die Ecke – die Alte hatte ja leider wieder zugemacht. Bin schon sehr gespannt, wie lange sich die nun halten wird. Der Rest des Tages war dann auch eher ausklinghaft. Ein wenig LoL gespielt, warm gehalten, Uniscript gelesen und früh ins Bett. Leider gehts mir heute trotzdem noch nicht viel besser. Und der Weg zur Uni war auch viel zu kalt.