Morgenspaziergang

Ich verließ das Haus für mein einziges Seminar an diesem Tage. In der U-Bahn Station teilt mir die freundliche Anzeigetafel mit, dass ich noch 4 Minuten zu warten habe. Pflichtbewusst setze ich mich auf die Bank um die Lektüre der heutigen Sitzung durchzugehen. Da selbige in der letzten Woche leider wegen Krankheit entfallen musste (Dozent war krank, nicht ich.), blickte ich in den Seminarplan um dann, eine Sitzung zurückgehend, das aktuelle Thema zu finden. Beim Eintrag „24.05“ lächelte mich ein „entfällt!“ an.

Ich winkte der ankommenden Bahn und macht mich auf den Heimweg.

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Gruppenstudieren

Wieder mal Gruppenarbeit. Er will uns mehr zum Arbeiten bringen, sagt der Dozent. Als ob es nicht arbeit genug wäre, um 8 Uhr zu einem Seminar zu erscheinen. Er sollte froh sein, dass überhaupt wer kommt. Und nicht den letzten Rest vergraulen.

Natürlich zog sich die „in der ersten Hälfte abschließen“ Gruppenarbeit über das ganze Seminar; dazu durften wir noch rumlaufen, Sachen an die Wand kleben und alle davor stehen und staunen. Mit dem großartigen Ergebnis, dass der Rest von meinem Kaffee an meinem Sitzplatz (mit Lehne) langsam in seinem Becher vor sich hin erkaltete. Was hat „Gruppenarbeit“ überhaupt mit „Studieren“ zu tun?

Kundenbindung geht anders!

Raumkrise um 2011

Die Prozedur zur Anmeldung in Seminare im Fachbereich Germanistik folgt einem festen Standard. Auf ein Seminar, ausgewiesen mit ca. 50 Plätzen, kommen über das VSPL System (Software uA zur Kursanmeldung) 200 Studenten. Dann gibt es ein Losverfahren, eine Vorklausur in einem Einführungsseminar oder sonstige geistreiche Auswahlkriterien. Demzufolge meldet sich der normale Student, der nicht Gefahr laufen will seinen letzten Kurs vor dem Abschluss nicht zu bekommen, bei zahlreichen Veranstaltungen an, in der Hoffnung, wenigstens einmal Losglück zu haben.

Dann gibt es noch Seminare, zu denen sich 200 anmelden aber das Auswahlverfahren nicht gestartet wurde. Heißt: am Tag der ersten Sitzung haben alle Angemeldeten noch den Status „Warteschlange“,  was nichts anderes bedeutet als um die 100 anwesenden Studenten in dem 50 Plätze Seminar. Besonders lustig ist es dann, wenn der Raum für das Seminar, (wir erinnern uns – 50 Plätze), nur 30 Stühle hat. So geschehen im Seminar „Sprachkrise um 1900“. Die Idee für die Überschrift dieses Blogeintrags kam mir, als ich vor besagtem Raum auf dem Flur stand. Der Dozent hatte sogar schon nach einem anderen Raum gefragt, aber für ein 50 Plätze Seminar mit 60 anwesenden Studenten stand wohl nur ein 30 Stühle Raum zur verfügung. Ich will es so ausdrücken: die Vorbesprechung war recht kuschelig. Er will nun aber nochmal nachfragen. Immerhin lasse ich ja noch Studiengebühren bezahlen!

Gemischtes am Unitag

Zuerst musste ich einen Fehler im Stundenplan feststellen. Aufstehen um 7, Uni um 8? Was war mir denn da passiert? Muss am Namen des Seminars liegen – Leviathan!

In der Bahn zum aufwachen 3DS gespielt. Kind neben mir konnte man gleichsam bei zusehen, wie es immer näher rutschte um auf den Bildschirm gucken zu können. Leider kann man 3D von der Seite nichts erkennen, höhö. Angekommen stellte ich den gravierenden Fehler bei Seminaren um 8 fest, die Kafete hat nämlich noch nicht offen. Also kein Kaffee! Nochmal: Kein Kaffee! Aber es ging. Dozent scheint kompetent zu sein, wenn man von der Vorstellungsrunde inklusive „welche Person wärt ihr in einem Zirkus“ absieht.

Danach gab es dann auch Kaffee.

Höre Komunitorin jammern, sie bekommt nicht die Kurse die in ihren so vollen Stundenplan passen, dazu muss sie ja auch noch arbeiten da sonst zu wenig Geld da ist. Gleichzeitig holte sie ein IPhone aus der Tasche und mein Mitleid sank.

Ach ja, wir haben viele Clowns, aber auch Türsteher, Messerwerfer und sogar Kartenabreißer. Wir werden ein toller Zirkus.

Der erste Tag im neuen Semester.

Wie kann das neue Semester besser beginnen als mit einer Kinderinvasion am Bahnhof? Eine ganze Grundschulklasse auf dem Weg ins Deutsche Bergbau Museum. Es handelte sich um ca. 30 Kinder, ein Blinder hätte vermutlich 300 getippt. Die beiden Fachkräfte taten mir fast ein bisschen Leid, wie sie etwas von „leider bitte“ murmelten. Aber natürlich kann man aus sowas auch Vorteile ziehen: Keine U-Bahn kann abfahren, während Kinder die Tür blockieren. Ich konnte also ganz entspannt die Treppen runtergehen und hab die Bahn bekommen.

 

Natürlich bin ich in einen anderen Wagon eingestiegen

 

Am Ort des Wissens selbst angekommen, durfte ich auch noch direkt Zeuge einer neuen Begrüßungsform werden:

A sieht B und läuft auf sie zu. *tick tick Schulter*. B sieht A. 4 Stöpsel werden aus der (zum Glück!) selben Anzahl Ohren gezogen. Und schon ist großes „Hallo!“ angesagt.

Leider habe ich, wie 60 ander Studenten, das Seminar „Verteilungsgerechtigkeit nicht bekommen. Was zur Folge hat, dass ich das Gold in unserer Gildenbank weiterhin für mich behalten muss.

Leider war das Seminar nur für 40 Personen, 100 waren im Raum. 11 der 40 zugelassenen waren allerdings nicht anwesend- deren Plätze sind weg und werden nun nochmal durch Losverfahren verteilt. Ich bin gespannt.

 

Hochschulpolitik

„Kaffee, kostenloser Kaffee!“

Meine 42 Sinne, inklusive der zusätzlichen für die besonderen Momente, arbeiten auf hochtouren. Ich verfalle in den Suchmodus. In Sektor D2 werde ich fündig. Hinter einem Stand einer Uniliste (Partei) strahlt jemand zu mir herüber.

„Hmmm, lecker kostenloser Kaffee“

a) Der Arsch.
b) Die Sache muss nen Haken haben.
c) Schreiß drauf. Wo muss ich unterschreiben?

Hab aber jetzt schon wieder vergessen, welche Liste da meine Stimme einfangen wollte.

Nachtrag:  Rechtschreibprüfung will meinen Suchmodus in SuchtModus ändern. Dabei bin ich doch noch in der Uni, WoW kommt erst später.