WoW als Bauer und Fürst

Das bisherige „Premium“ Angebot von Blizzard für WoW umfasst Zugriff auf den Gildenchat und das Auktionshaus von überall, also auch über HandyApp usw. Dies sind Zusatzangebote die man als unbeteiligter nicht wirklich spürt; sie sind da, ok, aber das war es auch schon. Die „VIPs“ können in dem Sinne nicht mehr in dem Spiel.

Ebenso verhällt es sich mit Mounts oder Pets die gegen echtes Geld zu erwerben sind. Man kann sie haben, aber sie „bringen“ nichts. Man kann dadurch nicht zwei Pets aktiv haben, und die Auswahl an Mounts und Pets ist auch so schon groß genug.

Nun aber will Blizzard einführen, dass Leute mit Premium-Feature eine neue Macht erhalten, die „normalen“ Spielern nicht zur Verfügung steht. Realmübergreifendes Einladen in Gruppen für 5er Instanzen. Es geht hier weniger um ein nicht ganz so wichtiges Feature, auf das bisher auch gut verzichtet werden konnte, sondern darum, dass es damit Spieler geben wird die etwas können, was Normalzahler nicht können.
Bedenkt man dabei, dass auch der Normalzahler schon bis zu 13€ im Monat zahlt, sind 16€ für Normal+Premium schon ordentlich im Monat.
Genauer gesagt sind 16€ damit nichts anderes als der Normalpreis geworden um alles im Spiel nutzen zu können. Wenn man auf einzelne, bisher nur eine, „Macht“ in dem Spiel verzichten kann zahlt man den „Sparpreis“ von 13€.

Ich sehe hier das Problem, dass Blizzard es versäumt eine generelle Preisanpassung vorzunehmen und lieber neue Proteststürme auslöst. Wie wäre es mit „WoW-SparMenü“ für ~9€ und ein „WoW-Maxi“ für 13-16€? Auch sowas sollte wirtschaftlich möglich sein. Niemand kann sagen, ob es bei der einen Ingamemacht bleiben wird, und genau hier sehe ich die große Gefahr.

Advertisements

Nicknames und sonstige Krankheiten

Durch verschiedene Internetforen und Spiele bin ich schon auf die verschiedensten Nicks gestoßen, die andere „Personen“ (vermutlich auch noch freiwillig) benutzen, um sich selber im Internet zu repräsentieren. Ich unterscheide hierbei grob verschiedene Kategorien:

„echter“ Name: Gerade in Technikforen wird oft der wirkliche Name auch als Nick verwendet, in Spielen kommt das doch eher selten vor.

Prominenznicks: Nicknamen, die aus dem Namen bekannter Figuren bestehen. Dies können Filmhelden oder Figuren aus Videospielen sein, auch öffentliche Personen und sogar Sportler. Politiker tauchen hier eher selten auf. Ich selber gehöre mit meinem Nick auch in diese Kategorie.

Eigene Nicks: Selber ausgedachte Namen, die zwar gerade im Bereich der Videospiele irgendwo schon mal vorgekommen sein können, aber nicht auf diesen Figuren basieren. Im Grunde kann man hier jeden Phantasienamen zählen lassen, den man sich selber ausgedacht hat.

Abgeleitete Nicks: Namen oder Titel mit eigenen Nicks kombiniert, zB Legona oder DarthMellown.

„lustige“ Nicks: „Bierpabst“.

Zahlennicks: Nicks aus allen genannten Kategorien, vergewaltigt mit Zahlen die nur selten das Geburtsdatum oder Alter, dafür viel zu oft 666 enthalten.

Leetnicks: Zahlen mitten im Nick, um Buchstaben zu simulieren. Benutzt vermutlich auch ein simuliertes Gehirn.

Ich spiele ja momentan „Die Verdammten“, und zitiere nun kommentarlos ein wenig aus dem Bürgerregister meiner aktuellen Stadt.

Darkboy123, DeiOmi97, Kidsky23, KingofWarcraft, Moonkid23, sammyxxx14, untoterwolf1, Zombiekiller566.

Besonders bitter ist es dann, wenn man Forenbeiträge von den Leuten liest, die „23“ oder ähnliche (vermutliche) Altersangaben im Nick haben. Aber bei  sammyxxx14 war ich zumindest nicht überrascht.

Warum ein Kataklysmus toll ist

Der Kataklysmus, altgriechisch Kataklysmos, in etwa „überschwemmen“, hat begonnen. Und wieder einmal kann man Blizzard nur ein Lob aussprechen. Nicht nur die grafische Überarbeitungen (Wasser.. es sieht endlich aus wie Wasser!), sondern auch und vor allem die Gebietsüberarbeitungen sind einfach genial geworden. Da auch ich hin und wieder in der Uni bin, hatte ich noch gar nicht die Zeit viele der neuen Gebiete zu besuchen, doch was ich gesehen habe hat mich umgehauen. Nicht nur, dass Blizzard die Quests generell, wie auch schon zu WotlK, weiterentwickelt hat, nein auch die Art und Weise der Geschichtseinbettung ist gelungen. Ich habe als Hordler immer wieder mit meinen Chars das Hügelland eingenommen, nun ist dort endlich ein untoter Außenposten. Ich habe endlose Male die Kessel der Geißel in den westlichen Pestländern zerstört, heute freue ich mich über die grüne Landschaft, über ein Andorhal das langsam wieder aufgebaut wird, über Felder und Höfe ohne Kessel dafür mit Pflanzen und Gemüse ausgestattet. Ich trauere über den Dammriss in Loch Modan und sehe ein Westfall ohne Defias, dafür mit genug neuen Problemen. Dieser letzte Patch spricht wieder den Rollenspieler in mir an, der auch gerne mal Questet um der Quest Willen und nicht für lvl 60/70/80 (bald 85). Es macht einfach Spaß, mal eben eine der neuen Quest zu erfüllen und dabei zu sehen, wie sich alles was man kannte nicht nur verändert, sondern logisch weiterentwickelt hat. Obwohl mit dem Kataklysmus nur wenig für einen lvl 80 Char verändert wurde, was den Endcontent angeht, gefällt mir das Addon jetzt schon besser als das Letzte, ohne WoW-Cataclysm überhaupt schon gespielt zu haben. Ich habe wenig aus der Beta gesehen und kenne keines der neuen Gebiete. Doch meine Erwartungen wurden schon jetzt übertroffen. Jetzt brauch ich nur noch Semesterferien. Aber wird auch so gehen. Dienstags habe ich nur wenig Uni, das muss ich dann nutzen um Mittwoch auch meine 6 Stunden dort zu bleiben. Aber da bin ich heute optimistischer als vor ein paar Jahren, auch diese „Quest“ zu erfüllen.

Menschliches, Allzumenschliches II

Wer wissen möchte, wie der Mensch ist, brauch keine Dokumentarfilme ansehen oder Kulturveranstaltungen besuchen. Wie Dieter Nuhr schon vor Jahren beschrieben hat*, reichen oft banale Dinge, um einen sehr guten Überblick über den aktuellen Stand der Menschheit zu bekommen. Ich habe 8 Tage auf einem Parkplatz der Cranger Kirmes gearbeitet.

„4 Euro ist schon viel, mach mal 3 daraus.“

sagte der Herr, der danach in die hintere Hosentasche griff, ein Bündel Geldscheine hervorholte und dann in den ganzen 50ern keinen 5 Euro Schein fand.

„Da suche ich lieber noch ein wenig“

sagte der Sportwagenfahrer Abends um 20 Uhr an einem vollen Tag, der später hoffentlich abgeschleppt wurde oder den teuren 5 Euro Parkplatz nahm.

„Haben sie das Schild hier aufgestellt?“

wollte jemand von einer Kollegin wissen, dem ein großes gesperrt Schild, welches gleichzeitig auf eine Einbahnstraße aufmerksam machte, wohl nicht passte.

Jene Einbahnstraße, von der Stadt für die Kirmes eingerichtet, die sowieso maximal 20% Erfolgsquote hatte.

„Sie müssen schon aufpassen, dass hier nicht ständig in die Einbahnstraße gefahren wird“

erbat sich eine Frau älteren Alters, die Straßenwartsrechte an einen einfachen Parkplatzarbeiter abzugeben.

„Kann ich nicht da parken?“ – „Nein, da ist Halteverbot.“ – „Warum?“ – „Weil dort ein Schild ‚Halteverbot‘ steht“

ist nur einer der vielen offenen, geistreichen Dialoge am Rande des Geschehens.

„Für 4 Euro ist mein Auto dann aber auch gewaschen wenn ich zurück komme.“

Diese Waschanlage möchte ich auch haben, diesen Humor allerdings nicht.

Überhaupt fand ich es auffällig, wie viele Menschen meinten mir noch einen „lustigen“ Witz oder Spruch mit auf ihren eigenen Weg geben zu müssen. Aber vielleicht hatte sich auch herumgesprochen, dass ich immer entsprechend geantwortet habe.

„Wir bringen dir dann auch Zuckerwatte mit.“ – „Toll, bitte auch ein wenig vom Feuerwerk!“ ..

Dennoch war es natürlich eine schöne und lehrreiche Zeit, verbunden mit Geld, Entspannung und vielen netten zwei-Minuten-Bekanntschaften. Und der Möglichkeit, nicht nur aus den Kommentaren größerer Zeitungen etwas über die Menschheit zu erfahren – aber das ist ein anderes Thema.

*Dieter Nuhr sagt, es reicht auf der Autobahn an einer langen Baustelle, 80 erlaubt, links neben dem LKW mit 70 zu fahren. Kurz vor dem Ende muss man dann nur noch in den Rückspiegel schauen – das ist der Mensch.

Töten ist Trend

Ok ok, die Überschrift ist vielleicht ein wenig Leser anlockend. Aber dennoch; wird man mir die Zeit für die nötige erklären gewähren, werde ich sie erklärend nutzen.

Wir suchten Fliegengitter.

Nein ich fange anders an: Um Kältephasen der aktuellen Wetterlage effizient zu nutzen, waren bisher zwei Dinge von Nöten: Öffnen eines Fensters und Bewachen der Öffnung vor einer unvorsichtigen Katze auf Fliegenjagd. Obgleich Katzen sicherlich nicht dumm sind, fühlt man sich trotzdem besser, wenn man sich zumindest im selben Raum wie das geöffnete Fenster aufhält und nicht testet, ob denn noch eins der bekannten 7 Leben für einen Sprung aus dem dritten Stock verwendet werden kann. Nun ist es aber so, dass der Mensch vergesslich ist und sich auch nicht immer in den Luftausgleichsphasen in Fensternähe aufhalten will. Ergo: Fliegengitter.

(Kritiker behaupten, ab eines gewissen Katzengewichtes bräuchte man eher Stahlgitter wie in einem Gefängnis, aber das sei dann mal dahingestellt. )

Zurück zur Überschrift: Die allgemeine, wenn auch nicht unsere Verwendung von Fliegengitter ist die Vermeidung selbiger kleiner Mistviecher in den eigenen 4 Wänden. Nun hat der Mensch in seiner Geschichte des Öfteren bewiesen, dass ein Problem nicht nur durch Vermeidung und Ausgrenzung behoben werden kann, sondern auch mit selektiver Elimination. Diese Geschichte spielte sich vor unseren Augen im Krieg gegen die Fliegen ab. Diverse Geschäfte nahmen diese kleinen, handlichen Packungen mit ausklappbaren Netzen komplett aus dem Programm, dafür gab es die tollsten Vernichtungsgifte, Fallen, Lockstoffe, Klebestreifen und vermutlich auch Flammenwerfer. Einfache Netze sucht man vergebens, und das in immerhin 4 verschiedenen Geschäften. Töten statt Fernhalten ist also der Trend von dem ich bis Dato nichts mitbekommen habe.

Ich habe 10 Minuten nach einem Übergang oder Witz mit dem Geschäft „Real“ gesucht, aber nichts gefunden was mich zufriedengestellt hätte.

Da haben wir Gitter bekommen.

Echt.

Zeichen und Wunder

Wer hätte es gedacht? Blizzard verzichtet auf die RealID in ihren Foren. Und das nach nur 43470 Beiträgen (die Zahl ist offiziell, da der Thread nun geschlossen ist) im offiziellen Forenthread des US Forums. Dazu kommen natürlich noch die anderssprachigen und selbstverständlich die nicht-offiziellen Foren.  Sogar auf der Homepage des Datenschutzbeauftragten wurde diskutiert.

Natürlich könnte man auch hier wieder einen großen Plan vermuten: Blizz bringt einige „unangenehme“ Änderungen, haut alle ihre Ideen raus, verzichtet großzügig auf die Eine (wir hören auf die Community) und pauken die Anderen damit durch. Aber eigentlich glaube ich das nicht; vermutlich hatte man wirklich gedacht im Zeitalter von Facebook wäre das eine tolle Idee die nicht auf soviel Kritik stößt – oder man wollte ausprobieren, wie weit der Spieler im Web 3.0 seine Daten schon preisgeben möchte. De Facto ist das offiz. Forum der dunkelste Ort der schäbigsten Brücke – Trolle überall. Allein die Serverforem, von der Idee her eine tolle Sache, sind ein einziger Müllhaufen.

Hier geht Blizz dann den richtigen Weg, Änderungen an der Forensoftware vorzunehmen und auch diese neue „Player ID“ mit Strac Craft II, wie auch immer das dann in WoW aussehen wird, macht mir Mut.  Weniger Mut macht mir, dass das bestimmt nicht die letzte Idee war den Orc-Krieger „Reminder“ durch den Oberschüler Hansi Müller zu ersetzen. Vielleicht sollte man mal wieder daran denken, dass eine fiktive Identität der Ursprung alles Rollenspiels ist.

Den Zwölfen zum Gruße!

Warum Cataclysm?

Warum Cataclysm?

Die ehrlichste Antwort besteht aus zwei Teilen: Es ist von Blizzard und es ist ein WoW Addon.

Gehen wir in uns, auch wenn es dort schmutzig und blutverschmiert ist: Egal was Big B. die nächsten Wochen ankündigen, streichen oder gar nicht erst erwähnen wird – das Addon ist gekauft. Aufhören kann man ja dann nach zwei Monaten immer noch, aber erstmal wird gespielt. Und wenn ich an das letzte Addon zurückdenke wüsste ich auch keinen, der sich WotLK gekauft und dann direkt nach Naxx wieder aufgehört hat. Nach Ulduar, ok. Aber erstmal wurde gespielt.

Aber was auch sonst?

BioWare lockt mit Dragon Age und MassEffect2. Aber es sind SinglePlayer. Sie sind toll, doch man spielt sie allein und man ist irgendwann durch. Öfters durchspielen liegt mir irgendwie nicht. Fehlt klar der Gildenchat 🙂

Online Alternativen? Ich hab LoL gespielt, aber es wurde unfreundlicher. Ich spiele zur Zerstreuung Atlantica Online. Mal eine nette Alternative, gerade vom Kampfsystem her.  Vielleicht schreib ich da auch mal was zu, wer weiß ^^

Aber mit WoW-Cata wird da wohl auch wieder eine Pause eingelegt.

Was bringt mir Cata? Es bringt vor allem mal was im PvP, soweit man den Meldungen glauben darf. Ich spiele gerne PvP, Schlachtfeld PvP. Arena mag ich nicht so – doch Schlachtfeld PvP wird momentan langweilig, wenn man nichts mehr wirklich erreichen kann.

Gewertete Schlachtfelder. Wenn das System nur halb so viel bringt wie ich es mir vorstelle, kauf ich mir allein deswegen schon das Addon. Was ich mir ja sowieso kaufe. Und dann gibt es noch den PvE Teil, um den geht es dann ein anderes Mal.