Irreale Kurzgeschichten.

I. Das Wetter begann eindeutig gegen ihn zu arbeiten. Zum zweiten mal bereits wendeten sich Blatt und Nässe in jenem Augenblick, als er auf kleinen Botengängen gerade sein Ziel erreicht und abgearbeitet hatte, den Rückweg startend. Vielleicht wäre ES besser gewesen, doch wie gewohnt die Jacke mit Kapuze zu tragen, doch warum sollte man auf ES auch hören? Nass werden schadete ihm ja schließlich nicht, viel schlimmer waren die Schwankungen selbst. Gewisse Wetterfühligkeiten verursachten starke Kopfschmerzen und ES begann das Experiment, wieviel Flüssigkeit man trinken kann um diese Schmerzen dadurch abzuschaffen. Er wollte nicht direkt wieder zu den Tabletten greifen.

II. Die Fernsehzeitung brachte Neuigkeiten. ES war klar, dass man an einem Dienstag Abend außerhalb von Fußballturnieren nicht auf viel hoffen durfte, aber darum ging ES auch gar nicht. Ein neues Wort tauchte auf, und ES machte ihn neugierig. Schmonzette. ES kam ihm bekannt vor und er konnte sich auch in etwa zusammenreimen was ES bedeuten soll, aber trotzdem machte ES neugierig. Er wollte wissen wie ES denn nun genau definiert ist. Der Duden gab Antwort:  „wenig geistreiches [kitschiges] Stück, albernes Machwerk“. Er schmunzelte, bei dem Titel „Wenn Liebe doch so einfach wär'“ konnte ES auch gar keine andere Definition geben.

III. ES war klar, dass ES ein Problem gab. Das konnte doch nicht alles sein? Wetter, Fernsehen, ES. Etwas zog auf, von dem er noch nichts genaues wusste. Ob ES mit den letzten Ereignissen zusammenhing? Das würde sich bald herausstellen. Die X-Box stellte sich nicht als die erhoffte Entspannung heraus. TV am Nachmittag traute er sich nicht. Irgendetwas musste ES doch geben?

IV. ES gab etwas.

V.

 

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Ein Kommentar zu “Irreale Kurzgeschichten.

  1. Sand sagt:

    und ich dachte immer ES wäre ein Horror Film…

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