Das kurze Gespräch

Wie kannst du bei diesem Wetter nur Kaffee trinken?

Wieso?

Ist doch viel zu warm!

Wie kannst du bei diesem Wetter nur Kleidung tragen?

Advertisements

Nicknames und sonstige Krankheiten

Durch verschiedene Internetforen und Spiele bin ich schon auf die verschiedensten Nicks gestoßen, die andere „Personen“ (vermutlich auch noch freiwillig) benutzen, um sich selber im Internet zu repräsentieren. Ich unterscheide hierbei grob verschiedene Kategorien:

„echter“ Name: Gerade in Technikforen wird oft der wirkliche Name auch als Nick verwendet, in Spielen kommt das doch eher selten vor.

Prominenznicks: Nicknamen, die aus dem Namen bekannter Figuren bestehen. Dies können Filmhelden oder Figuren aus Videospielen sein, auch öffentliche Personen und sogar Sportler. Politiker tauchen hier eher selten auf. Ich selber gehöre mit meinem Nick auch in diese Kategorie.

Eigene Nicks: Selber ausgedachte Namen, die zwar gerade im Bereich der Videospiele irgendwo schon mal vorgekommen sein können, aber nicht auf diesen Figuren basieren. Im Grunde kann man hier jeden Phantasienamen zählen lassen, den man sich selber ausgedacht hat.

Abgeleitete Nicks: Namen oder Titel mit eigenen Nicks kombiniert, zB Legona oder DarthMellown.

„lustige“ Nicks: „Bierpabst“.

Zahlennicks: Nicks aus allen genannten Kategorien, vergewaltigt mit Zahlen die nur selten das Geburtsdatum oder Alter, dafür viel zu oft 666 enthalten.

Leetnicks: Zahlen mitten im Nick, um Buchstaben zu simulieren. Benutzt vermutlich auch ein simuliertes Gehirn.

Ich spiele ja momentan „Die Verdammten“, und zitiere nun kommentarlos ein wenig aus dem Bürgerregister meiner aktuellen Stadt.

Darkboy123, DeiOmi97, Kidsky23, KingofWarcraft, Moonkid23, sammyxxx14, untoterwolf1, Zombiekiller566.

Besonders bitter ist es dann, wenn man Forenbeiträge von den Leuten liest, die „23“ oder ähnliche (vermutliche) Altersangaben im Nick haben. Aber bei  sammyxxx14 war ich zumindest nicht überrascht.

Street Pass

Der Nintendo 3 DS besitzt neben dem 3D Effekt auch einige vorinstallierte Programme, von denen ich heute den „Street Pass“ vorstellen will. Vorweg sei gesagt, dass die komplette Nutzung dieser Funktion auch deaktiviert werden kann.

Schritt 1: Man erstellt sich einen kleine lustige Figur, genannt den Mii, und gibt ihn zum Tauschen frei.

Schritt 2: Solange der 3DS an ist und man kein „altes“ Spiel spielt (normal DS oder früher), bzw man im Standbymodus ist, zählt der DS zurückgelegte Schritte und sucht in seiner Umgebung permanent nach anderen 3DS, die ebenfalls die Street Pass Funktion aktiviert haben. Sobald jemand gefunden wurde, werden die Miis ausgetauscht und der Benutzer erhält eine Nachricht. Ist der 3DS im Standbymodus in der Tasche, bemerkt man also nicht mit wem man da gerade irgendwas austauscht, von daher ist alles anonym. Diese Begegnungen werden gespeichert und erst beim nächsten Aufrufen des Street Pass Programms angezeigt.  Man sieht dann den von anderen erstellten, individuellen Mii, versehen mit einem Nicknamen. Man sammelt also gleichsam immer mehr Miis in seiner eigenen Lobby an.

Es sei subjektiv hinzugefügt, dass ich mir jedes Mal nen Ast freue, wenn ich zu Hause bin nachdem mein DS die U-Bahn Fahrt über an war und ich neue Begegnungen habe.

Damit nicht genug. Zu diesem Programm gehören zwei kleine Spiele, bei denen man die „gefundenen“ Miis einsetze kann, um „die Krone!“ zu retten, also Geister zu bekämpfen. Alternativ kann man auch Hilfshelden für Münzen anheuern, die man sich durch die gezählten Schritte verdient.

So gesehen ist es eine lustige Nebenbeifunktion, die schon in eine kleine Sammelleidenschaft münden kann. So werden zB auch die Anzahl der Treffen gezählt, was insofern interessant ist, als das man die Person die man „trifft“ nie gesehen hat, man weiß nur sie war eine der Personen in der U-Bahn, am Bahnsteig oder sonstwie in der Nähe.

Durch oben genanntes Spiel kann man tolle Kopfbedeckungen erhalten, durch die man seinen Mii verschönern kann. Ich laufe gerade mit einer tollen Mario Kappe durch die Gegend.

Raumkrise um 2011

Die Prozedur zur Anmeldung in Seminare im Fachbereich Germanistik folgt einem festen Standard. Auf ein Seminar, ausgewiesen mit ca. 50 Plätzen, kommen über das VSPL System (Software uA zur Kursanmeldung) 200 Studenten. Dann gibt es ein Losverfahren, eine Vorklausur in einem Einführungsseminar oder sonstige geistreiche Auswahlkriterien. Demzufolge meldet sich der normale Student, der nicht Gefahr laufen will seinen letzten Kurs vor dem Abschluss nicht zu bekommen, bei zahlreichen Veranstaltungen an, in der Hoffnung, wenigstens einmal Losglück zu haben.

Dann gibt es noch Seminare, zu denen sich 200 anmelden aber das Auswahlverfahren nicht gestartet wurde. Heißt: am Tag der ersten Sitzung haben alle Angemeldeten noch den Status „Warteschlange“,  was nichts anderes bedeutet als um die 100 anwesenden Studenten in dem 50 Plätze Seminar. Besonders lustig ist es dann, wenn der Raum für das Seminar, (wir erinnern uns – 50 Plätze), nur 30 Stühle hat. So geschehen im Seminar „Sprachkrise um 1900“. Die Idee für die Überschrift dieses Blogeintrags kam mir, als ich vor besagtem Raum auf dem Flur stand. Der Dozent hatte sogar schon nach einem anderen Raum gefragt, aber für ein 50 Plätze Seminar mit 60 anwesenden Studenten stand wohl nur ein 30 Stühle Raum zur verfügung. Ich will es so ausdrücken: die Vorbesprechung war recht kuschelig. Er will nun aber nochmal nachfragen. Immerhin lasse ich ja noch Studiengebühren bezahlen!

Gemischtes am Unitag

Zuerst musste ich einen Fehler im Stundenplan feststellen. Aufstehen um 7, Uni um 8? Was war mir denn da passiert? Muss am Namen des Seminars liegen – Leviathan!

In der Bahn zum aufwachen 3DS gespielt. Kind neben mir konnte man gleichsam bei zusehen, wie es immer näher rutschte um auf den Bildschirm gucken zu können. Leider kann man 3D von der Seite nichts erkennen, höhö. Angekommen stellte ich den gravierenden Fehler bei Seminaren um 8 fest, die Kafete hat nämlich noch nicht offen. Also kein Kaffee! Nochmal: Kein Kaffee! Aber es ging. Dozent scheint kompetent zu sein, wenn man von der Vorstellungsrunde inklusive „welche Person wärt ihr in einem Zirkus“ absieht.

Danach gab es dann auch Kaffee.

Höre Komunitorin jammern, sie bekommt nicht die Kurse die in ihren so vollen Stundenplan passen, dazu muss sie ja auch noch arbeiten da sonst zu wenig Geld da ist. Gleichzeitig holte sie ein IPhone aus der Tasche und mein Mitleid sank.

Ach ja, wir haben viele Clowns, aber auch Türsteher, Messerwerfer und sogar Kartenabreißer. Wir werden ein toller Zirkus.

Der erste Tag im neuen Semester.

Wie kann das neue Semester besser beginnen als mit einer Kinderinvasion am Bahnhof? Eine ganze Grundschulklasse auf dem Weg ins Deutsche Bergbau Museum. Es handelte sich um ca. 30 Kinder, ein Blinder hätte vermutlich 300 getippt. Die beiden Fachkräfte taten mir fast ein bisschen Leid, wie sie etwas von „leider bitte“ murmelten. Aber natürlich kann man aus sowas auch Vorteile ziehen: Keine U-Bahn kann abfahren, während Kinder die Tür blockieren. Ich konnte also ganz entspannt die Treppen runtergehen und hab die Bahn bekommen.

 

Natürlich bin ich in einen anderen Wagon eingestiegen

 

Am Ort des Wissens selbst angekommen, durfte ich auch noch direkt Zeuge einer neuen Begrüßungsform werden:

A sieht B und läuft auf sie zu. *tick tick Schulter*. B sieht A. 4 Stöpsel werden aus der (zum Glück!) selben Anzahl Ohren gezogen. Und schon ist großes „Hallo!“ angesagt.

Leider habe ich, wie 60 ander Studenten, das Seminar „Verteilungsgerechtigkeit nicht bekommen. Was zur Folge hat, dass ich das Gold in unserer Gildenbank weiterhin für mich behalten muss.

Leider war das Seminar nur für 40 Personen, 100 waren im Raum. 11 der 40 zugelassenen waren allerdings nicht anwesend- deren Plätze sind weg und werden nun nochmal durch Losverfahren verteilt. Ich bin gespannt.

 

Mit dem NRW Semesterticket nach Hessen

Mitunter ist nicht zwangsläufig die Bahn an allem Schuld. Ich habe in meiner Bahncard-Zeit mit dem ICE sogar ausschließlich positive Erlebnisse gehabt. Doch nun kommt eine neue Hürde in das Schienenspiel: Verkehrsverbunde.

Ich besitze ein NRW Semesterticket. Ziel ist Melsungen in Hessen. Das bedeutet also kostenlos bis Warburg und von da aus dann ein Zusatzticket. Das herauszufinden ist einfach, doch nun kommt der schwere Part: Wo kaufe ich dieses Ticket?

Der Bahnautomat ist da recht eigen. Oder in Herne zumindest konsequent. „Du kriegst hier kein Ticket.“ Natürlich wurden auf dem Display nettere Worte verwendet:

Verkauf nur am Abfahrtsbahnhof.

Gilt allerdings nur für Nahverkehr, der Verbund ist NVV. Ein Bahn IC Ticket könnte ich bekommen, kostet nur schlappe 7 Euro mehr, einfache Fahrt.

Also auf in den Bahnshop. Der durchaus nette Mensch dort versuchte erst, mich noch an den Automaten zu verweisen mit Sachen wie „Expresstickets“. Nun gut, man weiß ja auch nicht mit was er sich täglich rumschlagen muss, vermutlich Leute die versuchen mit den Automaten zu reden oder die Tastatur suchen.

Wir, ich hatte meine Freundin natürlich dabei, beteuerten, der böse Automat würde absolut keine Fahrkarte ausspucken wollen. Also schloss der Bahnmitarbeiter sein 1-Mann Büro ab (nur eine kleine Servicestelle in Herne) und ging mit uns zu dem Automaten. Er versuchte alle ihm bekannten Wege an ein Ticket zu kommen, sah ein, dass das IC Ticket zu teuer ist und bestätigte uns, alles richtig gemacht zu haben – so ein Ticket gibt es Aufgrund der Sperrungen der Verkehrsverbunde nur direkt am Schalter. Er sagte, so ein Fall wie bei uns gäbe es einmal in 10 Jahren. Aber ich habe nachgefragt: Wenn wir innerhalb von 10 jahren nochmal nach Hessen wollen, dürfen wir trotzdem direkt zu ihm.

Wer also ein ähnliches Problem hat direkt an den Schalter und freundlich auf diese Problematik hinweisen, die Leute da können wirklich helfen.