Angespielt: Dragon Age 2 (Demo)

Jünger von BioWare, es ist soweit. Die Demo zu Dragon Age 2 wurde veröffentlicht. Und die hat es in sich.

Zur großen Überraschung vieler spielte ich zuerst einen Magier. (Es gibt wieder die „Grundklassen“ Magier, Krieger und Schurke, wobei letzterer wie bekannt auch Bogenschütze sein kann.) Man startet nach kurzem Video direkt im neuen Kampfsystem. Actionlastiger sollte es sein, und das ist es.

Ohne potenziellen Anspielern der Demo zuviel vorwegnehmen zu wollen: allein die neue Zauberstab-Angriffsanimation ist absolut genial; von den Zaubern brauch ich gar nicht erst anfangen. Ich kann es nur wiederholen: seht selbst.

Dragon Age 2 ist vermutlich weniger ein Rollenspiel als Dragon Age Origins, es ist klar Actionlastiger, der Kampf deutlich schneller, aber – meine Meinung- dadurch eben auch deutlich besser. Ausgeglichen wurde diese vielleicht kleine Rollenspielschwächung durch das Übernehmen des Mass Effect Dialogsystems, welches noch mehr Rollenspielgefühl übermittelt als das alte System.  Man gibt nur die „Richtung“ seiner Antwort an, dann spricht man. Im Gegensatz zu Dragon Age 1 mit dem „Stummen“ Hauptcharakter eine Sache, auf die ich mich nun ganz besonders im Hauptspiel freue.

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Praktische Pädagogik

Kinder hören nicht, sind frech, machen Blödsinn, reagieren nicht auf Anweisungen und interessieren sich nur Sekundär für Drohungen. Diese ganzen Vorurteile kann ich mit gutem Gewissen unterschreiben, immerhin leite ich eine Sport AG an einer Grundschule. Und ich rate allen mit der landläufigen Meinung, dass Sportlehrer ja einen „lauen“ Job haben, selber mal 2 Stunden im Klassenzimmer und dann als Vergleich 2 Stunden in einer Sporthalle bei Kindern für Ruhe zu sorgen. Fishermans´s Friends mutieren zu Teacher´s Friends.

Wichtig ist es, im ersten Satz auf den Plural zu achten. Ein Kind, selbst bei meiner Knacki in Spe Truppe, ist (oder kann es sein), liebreizend, nett und hilfsbereit. Doch sobald zwei in der Halle zusammen kommen verdoppelt sich die Lautstärke, ab drei ist man dann schon in der Potenzrechnung angekommen.

Aber es gibt ja Mittel und Wege. Kinder laufen gern. Sie renne sogar gern. Selbst wenn es völlig sinnlos ist, es macht ihnen offensichtlich Spaß. Also stehen sie an der Wand, bekommen eine Augenbinde und.. nein halt, also die stehen an der Wand, ich erkläre die nächste Übung, und bei jeder Schwatzunterbrechung wird gepfiffen. Pfeifen gleich rennen, hin und zurück. Das macht mir dann Spaß. Und wer nicht vernünftig läuft, auf diese Idee kommen erstaunlicherweise die wenigstens, der darf nicht Wählen. Denn das wollen sie ja alle.

Aber wovor haben sie Angst? Womit kriegt man sie, wenn nicht mit Drohungen und Gebrüll? Die Antwort entpuppte sich als sehr simpel: Mit Papier und Stift. Es ähnelt den „Wir-Sind-Die-Größten“, dem Gnomvolk aus Terry Pratchetts Roman „Kleine freie Männer“. Was aufgeschrieben wird, das bleibt. Man wird drauf festgenagelt. Und was noch viel schlimmer ist: eine Woche später haben die Kinder vergessen, was sie angestellt haben. Das Papier vergisst nicht. Und das wissen sie. Denn schlau, das sind die alle. Wobei verschlagen vermutlich das bessere Wort wäre. Aber wenn ich meinen Stift zücke werden sie fast brav. Natürlich darf man nun eine Wunder erwarten, doch wenn selbst Banksitzen nicht mehr hilft, tut es der Kugelschreiber.