Töten ist Trend

Ok ok, die Überschrift ist vielleicht ein wenig Leser anlockend. Aber dennoch; wird man mir die Zeit für die nötige erklären gewähren, werde ich sie erklärend nutzen.

Wir suchten Fliegengitter.

Nein ich fange anders an: Um Kältephasen der aktuellen Wetterlage effizient zu nutzen, waren bisher zwei Dinge von Nöten: Öffnen eines Fensters und Bewachen der Öffnung vor einer unvorsichtigen Katze auf Fliegenjagd. Obgleich Katzen sicherlich nicht dumm sind, fühlt man sich trotzdem besser, wenn man sich zumindest im selben Raum wie das geöffnete Fenster aufhält und nicht testet, ob denn noch eins der bekannten 7 Leben für einen Sprung aus dem dritten Stock verwendet werden kann. Nun ist es aber so, dass der Mensch vergesslich ist und sich auch nicht immer in den Luftausgleichsphasen in Fensternähe aufhalten will. Ergo: Fliegengitter.

(Kritiker behaupten, ab eines gewissen Katzengewichtes bräuchte man eher Stahlgitter wie in einem Gefängnis, aber das sei dann mal dahingestellt. )

Zurück zur Überschrift: Die allgemeine, wenn auch nicht unsere Verwendung von Fliegengitter ist die Vermeidung selbiger kleiner Mistviecher in den eigenen 4 Wänden. Nun hat der Mensch in seiner Geschichte des Öfteren bewiesen, dass ein Problem nicht nur durch Vermeidung und Ausgrenzung behoben werden kann, sondern auch mit selektiver Elimination. Diese Geschichte spielte sich vor unseren Augen im Krieg gegen die Fliegen ab. Diverse Geschäfte nahmen diese kleinen, handlichen Packungen mit ausklappbaren Netzen komplett aus dem Programm, dafür gab es die tollsten Vernichtungsgifte, Fallen, Lockstoffe, Klebestreifen und vermutlich auch Flammenwerfer. Einfache Netze sucht man vergebens, und das in immerhin 4 verschiedenen Geschäften. Töten statt Fernhalten ist also der Trend von dem ich bis Dato nichts mitbekommen habe.

Ich habe 10 Minuten nach einem Übergang oder Witz mit dem Geschäft „Real“ gesucht, aber nichts gefunden was mich zufriedengestellt hätte.

Da haben wir Gitter bekommen.

Echt.

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Zeichen und Wunder

Wer hätte es gedacht? Blizzard verzichtet auf die RealID in ihren Foren. Und das nach nur 43470 Beiträgen (die Zahl ist offiziell, da der Thread nun geschlossen ist) im offiziellen Forenthread des US Forums. Dazu kommen natürlich noch die anderssprachigen und selbstverständlich die nicht-offiziellen Foren.  Sogar auf der Homepage des Datenschutzbeauftragten wurde diskutiert.

Natürlich könnte man auch hier wieder einen großen Plan vermuten: Blizz bringt einige „unangenehme“ Änderungen, haut alle ihre Ideen raus, verzichtet großzügig auf die Eine (wir hören auf die Community) und pauken die Anderen damit durch. Aber eigentlich glaube ich das nicht; vermutlich hatte man wirklich gedacht im Zeitalter von Facebook wäre das eine tolle Idee die nicht auf soviel Kritik stößt – oder man wollte ausprobieren, wie weit der Spieler im Web 3.0 seine Daten schon preisgeben möchte. De Facto ist das offiz. Forum der dunkelste Ort der schäbigsten Brücke – Trolle überall. Allein die Serverforem, von der Idee her eine tolle Sache, sind ein einziger Müllhaufen.

Hier geht Blizz dann den richtigen Weg, Änderungen an der Forensoftware vorzunehmen und auch diese neue „Player ID“ mit Strac Craft II, wie auch immer das dann in WoW aussehen wird, macht mir Mut.  Weniger Mut macht mir, dass das bestimmt nicht die letzte Idee war den Orc-Krieger „Reminder“ durch den Oberschüler Hansi Müller zu ersetzen. Vielleicht sollte man mal wieder daran denken, dass eine fiktive Identität der Ursprung alles Rollenspiels ist.

Den Zwölfen zum Gruße!