Endspurt OGS

Wie einige vielleicht wissen, arbeite ich regelmäßig mit zukünftigen Knastbrü.. Säulen unserer Gesellschaft an Grundschulen in AGs. Bezahlung ist gut, dazu kostenlos Mittagessen, nette Leitung – nur die Kinder…

Auch heute gab es wieder eine Fülle von abwechslungsreichen Begebenheiten. Schon beim Mittagessen mit einigen Lehrpersonen durften ich wieder Geschichten über ein paar Kinder mit besonderem Aufmerksamkeitspotenzial hören. Ich denk moment.. die Namen kennst du doch? Das sind doch genau die, welche gleich bei dir Fußball spielen… Na super.
Demzufolge auch die Halbzeitbilanz, Klasse 3 und 4. Immer wieder faszinierend, wieviele beleidigende Wörter die in dem Alter schon kennen. Und wie völlig egal es ihnen ist, in einer AG, für die sie sich freiwillig gemeldet haben (alternative wäre freies Spielen auf dem Schulhof), ihre Zeit auf der Bank zu verbringen. Der Freefight am Wochenende im Gysenberg kann ausfallen, ich hatte meinen eigenen. Dazu noch ein paar kleinere Handgreiflichkeiten und, wie ich später erfahren habe, noch eine kaputte Scheibe. Letzteres zum Glück außerhalb meiner Zuständigkeit, da war ich schon mit den Klassen 1 und 2 beschäftigt. Und auch hier munteres Beleidigen, Banksitzen, Prügeleien. Waren zu Beginn noch 11 auf dem Spielfeld, haben wir am Ende ein lustiges 3 gegen 4 gespielt.
Mir tuts ein wenig für die wenigen Kinder leid denen ich keine Zukunft weit vor irgendwelchen Schulabschlüssen prophezeien möchte, und die mit so einem Umfeld groß werden müssen. Es gibt einen alten Witz: „Lehrer seid nett zu uns – wir zahlen später eure Rente!“ Abgesehen davon, dass ich kein Lehrer bin: von wegen! Ich zahle später deren Knastaufenthalt.
Heute war es an dieser Schule die letzte Stunde vor den Ferien für mich. Die Schlimmsten sind also nach den Ferien nicht mehr da, weil sie auf eine weiterführende Schule wechseln. (Mein Beleid an dieser Stelle, auch meinem Vater gegenüber der einige von denen auf seine Schule bekommt. *hähä*) Mit dem Rest hab ich weitesgehend keine Probleme. Ich kann sie zwar nicht permanent daran hindern sich gegenseitig abzuschlachten, aber die bleiben dann wenigstens den Rest der Stunde auf der Bank sitzen und gucken ein wenig schuldig, wenn ich sie dann erwischt habe.
Morgen dann Runde 2, andere Schule, andere Kinder.

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Hast du nichts zu tun?

Doch, das habe ich. Vor allem Blogfaulheit überwinden. Schaun ob ich das nicht doch noch hinbekomme. Aber der Reihe nach:

– 3 Klausuren
– 2 Hausarbeiten
– Blockseminar
– HordenSchami auf 80 bringen
– mit Muragosch aktiver werden
– Basketball? (Sind ja nun eh Ferien und Halle zu. Bald.)
– Brinker Cup

Hm geht ansich – sollte genug Zeit zum bloggen bleiben.
Ach ja, und ich will auf den Testserver, neues BG antesten. Ewig diese US-Bevorzugung…

Tavernenmathe zur Finanzkrise

Aus einer eMail:

Wer vor 18 Monaten 1.158,48 € in die Aktien der Commerzbank investiert
hat, musste sich 18 Monate lang über fallende Kurse ärgern und hat
heute noch 215,28 € übrig.

Wer vor 18 Monaten 1.158,48 € in Bier investiert hat, konnte:
– 18 Monate lang jede Woche einen Kasten genießen
– war ständig heiter
– hatte viel Spaß
– hat den Regenwald gerettet
– und hat heute noch …

… Leergut im Wert von 223,20 €!

Vorwort des Tages

Wie an anderer Stelle kommentiert: ja ich war lange nicht in der Uni. Was aber oft als Faulheit oder „ganonischer Normalzustand“ deklariert wird waren in diesem Falle schlicht und ergreifend die Pfingstferien. In dieser Woche war meine Blog- und Schreibmotivation im Bereich des Staatsvermögens. Es sei aber hervorstechend erwähnt, dass ich keine Woche auf der faulen Haut gelegen habe, sondern sogar meinen arbeitlichen Pflichten an Grundschulen nachgekommen bin.
Es bleibt damit vieles aufzuholen, und da ich noch grob geschätzt 70 Minuten bis zur nächsten Vorlesung habe könnte dies mein bisher längster Blogeintrag werden. Um dem möglicherweise geneigten Leser nicht zu überfordern, werde ich das ganze vielleicht am Ende in verschiedene Teile und/oder Blogeinträge trennen werde. Und verstieß damit schon gegen das goldene Grundgesetz, das Vorwort immer erst am Ende zu schreiben.

Gildentreffen

Es war eine lange, abwechslungsreiche und von Müdigkeit geprägte Zugfahrt. Gildenmeister, temporärer Gildenmeister irgendwann mal und Schatzmeisterin gewannen wieder einmal die Meisterschaft im kostenlosen Reisen. 3 Stunden um ein paar Irre zu treffen, die man zum Teil bisher nur aus dem Internet kannte. Dies lässt oberflächlich auch schon Rückschlüsse auf den Geisteszustand der drei Reisenden zu. Dringt man aber anders als Politiker, die Killerspielverbote fordern um „der Blutschlacht, wie zB in Counterstrike (!) ein Ende zu setzen“, etwas weiter in diese für viele ältere noch neuere Materie ein, könnte man das ganze positiver sehen. Drei Studenten besuchen die Personen, mit denen sie allwöchentlich des öfteren zwecks gemeinsamen Spielens im Internet zusammenstoßen.
Die Ankunft am Bahnhof war nicht ganz wie diesen hohen Repräsentanten der Gilde angemessen: keine Fanfaren, kein roter Teppich, keiner der sie abholte. Nach kurzer Beratung über mögliche Gildenkicks nahm man doch erst die telefonische Variante und vergewisserte sich des baldigen Abholens. Im Hause des Treffens angekommen gab es dann auch direkt eine kleine Parade. Um es in einem Wort zu erklären: Schützenfest. Aber vor allem gab es Kaffee.

>>Und man lernte die bis Dato unbekannten kennen: Druiden und Priester. Wunderbarer erster Eindruck, bis auf die Rauchwolken bei zwei von drei. Aber als Raucherkind will man ja nicht kleinlich sein. Es war ja auch meine Hauptmotivation, endlich mal Roa und Cleryll zu treffen, mit denen ich ja nun doch länger geraidet habe und doch hier und da ingame was zu tun hatte. Hinzu kam dann noch Specki, den ich nun nicht länger kannte aber unbedingt kennen lernen wollte. Alles in allem eine sehr lustige Runde, Acardia versorgte mich mit genügend Kaffee und es wurde ein wenig über Dks gelästert.<>Wir frühstückten in der Sonne, draußen im Garten, herzhaft gedeckt, mit viel Auswahl und viel Kaffee. Es war wie Urlaub. Ein DK kam mit Kopfschmerzen um uns Gesellschaft zu leisten, der andere kam nicht. Wir sahen ihn eigentlich auch nie wieder. In Zottel und mir wuchs die Idee einer Wanderung auf den nahe liegenden kleinen Berg. Womit mal wieder gezeigt wäre, dass man Gamer nicht mit zu viel Sonne am morgen beeinflussen sollte. Es gab vereinzelten stummen Protest, aber irgendwie setzte sich dann doch der Gruppenzwang durch. Vermutlich wussten da einige auch noch nicht, auf was sie sich da einlassen.<>Ich selbst genoss eine Phase reinster Entspannung. Nach der Wanderung mit leichtem Sonnenbrand gesegnet (nicht so sehr wie einige andere, hähä) lag ich im Schatten auf einem Liegestuhl, niemanden im Rücken sondern alle vor mir. Man munkelte ich würde mich langweilen, aber in Wirklichkeit bereitete ich mich geistig auf das spätere Wii-Tennisturnier vor, von dem zu dem Zeitpunkt noch keiner wusste. Aber eigentlich war ich nur Müde, diese Entspannung brachte doch eine gewisse Schläfrigkeit mit sich. Aber eins war schon wahr: Ich hatte wirklich den besten Beobachtungsposten – es passierte nur leider nichts besonders Beobachtungswürdigens. Es war einfach allgemein lustig, wie mit dem Hund gespielt wurde (den man ja nicht mag) oder Leute um 18 Uhr fahren wollen, um sich danach um 18:15 mit „ich möchte nochmal mit dem Hund spielen“ zitieren zu lassen. <>Und da ich diesen Text schreibe, muss erwähnt werden dass ich den ungeschlagenen Tagessieg einfuhr. Auch wenn ich dafür keine brauche, die Erlaubnis mich so zu nennen kam vom zweitplatzierten Danchu. Eine aus meiner Sicht sehr lustige Kurzeinlage machte Barimgal, der wegen etwas anderem ins Zimmer kam, Tennis sah und anfangs recht siegessicher gegen einen von uns spielen wollte. Nach zwei Niederlagen war er dann irgendwie schnell wieder verschwunden. <<

Nach kurzem Blick in den Tagesplan der Bahn herrschte dann auch bald allgemeine Aufbruchsstimmung. Es gab eine große Verabschiedungsrunde, Gildenmeister versteckten ihre eigene Thermosflasche cleverer weise unter dem Bett, man drohte mit baldigem Wiedersehen und so weiter. Die Zugrückfahrt der drei Eingangspersonen verlief wiederum ohne Zwischenfälle, trotz Bahn. (10 Minuten Verspätung sind kein Zwischenfall sondern gut.) Das einzig interessante war ein möglicherweise leicht alkoholisierter Mensch, der mit einem Handy ständig irgendwelche Nummern anrief, fragte wer denn da sei und es auf geschätzte 42 „Hallo?!“ pro Minute brachte. Alles in allem kann man der Ansicht sein, dass es ein gelungenes Treffen war, welches geradezu nach Wiederholung schreie.

UNIversum

Es geht nicht. Ich versuchs immer wieder aufs neue, aber es geht nicht. Ich kann keinem Menschen zuhören, wenn ich ihm dafür vorher direkt in die Stimmbänder krabbeln müsste. Der sein Seminar wie ein Glücksspiel hält („wenn ich Glück hab fällt mir gleich was tolles ein“). Der die Spannungskurve eines EKGs bei Zombies besitzt. Der einfach nur GNA ist. Wie ich da am Ende die Hausarbeit schreibe weiß ich auch noch nicht, aber solche Leute haben da oft auch keine Ansprüche. Bekomme ich halt meine 4 CP und hab dann nur gelernt was ich in der Hausarbeit erarbeitet habe, auch gut. Zu dumm, dass es eine Anwesenheitsliste gibt….
Aber als verantwortungsbewusster Student habe ich einfach weiter im Buch für das Seminar danach gelesen. Platon: Gorgias. Oder auch: Flamewar in Athen. Einfach jeden mit Argumenten niedermachen, zeigen wie doof er ist und dabei selber keine vernünftige Lösung haben. Tolle Sache irgendwie, und da ist auch nen Dozent, der „Interessant gestalten“ nicht erst im Wörterbuch suchen muss.

Rollback(?)

Wie sich herumgesprochen haben dürfte, spiele ich gelegentlich in meiner WoW Zeit einen Horden-Magier. Im Nachhinein muss ich nun sagen, dass es mal wieder eine völlig neue Spielerfahrung ist, einfach bei „null“ zu beginnen. Nicht nur was das lelvln angeht, die wenigen Leute die man kennt oder kennen lernen muss, sondern auch oder vor allem im Endgame. Man ist 80 und hat nichts. Kein Gold für ein episches Flugmount. Keine gecrafteten Items, keine direkte Gruppe für Hero-Inis oder gar Schlachtzugsinstanzen. Man wird eher wegen des grünen Equips verlacht. Bei EK war es einfach, denke ich da an meine exzessive Twinkzeit zu BC zurück: Char wurd 70, zack Samstags ab Vormittags KaraTwinkraid und die ersten Epics waren im Inventar. Da guckte kaum einer auf das Anfangsequipment. Aber mach mal den anderen, epischen 80er Magiern im AK 25er Random klar, dass du trotz deines grünen Equips den Boss kennst und auch auf „ihre“ Items mitrollen willst. Ein herrliches Unterfangen, aber meine Argumente fanden in ihren Fähigkeit, ständig im Kettenblitz zu verrecken, starke Bekräftigung. Und dies schafften sie, obwohl sie ~10k HP mehr als ich hatten. Dabei brauch ich doch besseres Equip, falls ich in nem BG mal zufällig auf Engelskrieger stoßen sollte. 😉

Veröffentlicht inWoW